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Musiker

Link Wray

Link Wray

geboren am 2.5.1929 in Dunn, NC, USA

gestorben am 5.11.2005 in Kopenhagen, Hovedstaden, Dänemark

Alias Fred Lincoln Jr. Wray
Fred Wray

Links www.furious.com (Englisch)

Link Wray

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Fred Lincoln Link Wray Jr. (* 2. Mai 1929 in Dunn, North Carolina; 5. November 2005 in Kopenhagen, Dänemark) war ein US-amerikanischer Gitarrist. Berühmt wurde er mit seinem Instrumentalstück Rumble, mit dem er 1958 Platz 16 in den Billboard Hot 100 erreichte. Der Name des Stücks führte zu dessen Boykott bei einigen Radiostationen ein seltenes Schicksal für ein instrumentales Stück.

Leben und Werk

Wray wuchs im US-Bundesstaat Arizona auf. Im Alter von acht Jahren hörte er dort zum ersten Mal eine Slide-Gitarre von einem schwarzen Spieler namens Hambone. Seine Familie zog später in einen Vorort von Washington D.C.. Er nahm am Koreakrieg teil, wo er sich eine Tuberkulose zuzog und einen Lungenflügel verlor. Da er im Anschluss über einen längeren Zeitraum nicht singen konnte, spezialisierte er sich auf Instrumentalstücke. Wray und seine Brüder Doug und Vernon hatten bereits einige Jahre die Country-Stilrichtung Western Swing gespielt, als sie als Hausband bei Milt Grants House Party anheuerten, der Washingtoner Version des American Bandstands. Dort begleiteten sie viele Künstler, darunter Fats Domino und Ricky Nelson. Als sie ein Arrangement für das Stück The Stroll von The Diamonds ausprobierten, entwickelten sie den kraftvollen Blues Rumble, den sie seinerzeit noch Oddball nannten. Das Stück kam beim Live-Publikum sofort sehr gut an, so dass bis zu vier Zugaben am Abend gefordert wurden.

Schließlich wurde der Produzent Archie Bleyer vom Plattenlabel Cadence Records auf den Titel aufmerksam. Bleyer mochte das Stück nicht, allerdings gefiel dessen Tochter die Nummer, die sie an das Musical Westside Story erinnerte, weshalb sie ihn umbenannte. Rumble wurde ein großer Hit nicht nur in den Vereinigten Staaten, sondern auch in Großbritannien, wo er viele Bands wie die Yardbirds und The Who beeinflusste. Der The-Who-Gitarrist Pete Townshend schrieb 1974 als Begleittext für ein Album Link Wrays He is the king; if it hadnt been for Link Wray and Rumble, I would have never picked up a guitar. Der Gitarrist Neil Young wurde zitiert mit If I could go back in time and see any band, it would be Link Wray and the Raymen.[1]

In den späten 1950er- und frühen 1960er Jahren konnte die Band noch mehrere harte Instrumental-Hits landen, darunter Rawhide, Ace of Spades und Jack the Ripper, ohne allerdings wieder die Top-20 der Charts zu erreichen. Wrays Karriere glich seitdem einem ständigen Auf und Ab, Phasen des Rückzugs wechselten mit neuer Popularität ab, vor allem in Europa. Mit Robert Gordon ging er auf Tournee und nahm einige Alben im Retro-Rockabilly-Stil auf. Mit der Band Dieselhed aus San Francisco ging er unter eigenem Namen auf Tour.

Seine Musik wurde in vielen Filmen, wie Desperado, Independence Day, 12 Monkeys, Blow und Pink Flamingos verwendet. Seine im Soundtrack zu Quentin Tarantinos Film Pulp Fiction zu hörenden Musikstücke führten zusammen mit der auch dort verwendeten Musik von Dick Dale zu einem Surfmusikrevival in den 1990er-Jahren.

Link Wray hatte indianische Vorfahren aus dem Volk der Shawnee. Drei seiner Titel sind nach Stämmen der amerikanischen Ureinwohner benannt: Shawnee, Apache und Comanche.

Einzelnachweise

  1. Rockabilly Hall of Fame (englisch)

Weblinks

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