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Musiker

Marco Masini

Marco Masini - © www.marcomasini.it

geboren am 18.9.1964 in Firenze, Toscana, Italien

Links www.marcomasini.it (Italienisch)

Marco Masini

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Marco Masini (* 18. September 1964 in Florenz) ist ein italienischer Rocksänger. Er gewann das Sanremo-Festival 1990 in der Newcomer- und 2004 mit L’uomo volante in der Hauptkategorie.

Karriere

Masini nahm als Kind Klavierstunden. Während der Oberschule gründete er mit einigen Freunden die Band Errata Corrige. Er brach die Schule vor dem Abschluss ab, was zu Streitigkeiten mit seiner Familie führte. In Modena arbeitete er ein halbes Jahr in einem Aufnahmestudio, wo er Musik für Diskotheken mixte. Zurück in Florenz lernte er Komposition bei Walter Savelli, dem Pianisten von Claudio Baglioni, während er sich als Klavierspieler in Bars über Wasser hielt. Er begann, eigene Lieder zu schreiben, wurde jedoch zunächst von den Labels abgelehnt.

Masini arbeitete dann mit dem Studiobesitzer Bob Rosati aus Sesto Fiorentino und dem Liedtexter Beppe Dati zusammen. 1986 traf er schließlich auf Giancarlo Bigazzi, der ihm eine Reihe von Gelegenheiten bot, sein Talent unter Beweis zu stellen. Masini war an Filmsoundtracks beteiligt (Mediterraneo, Marco Terzi gibt nicht auf, In den Straßen von Palermo), sang das Demo zum späteren Sanremo-Siegerlied Si può dare di più (Enrico Ruggeri, Gianni Morandi, Umberto Tozzi) ein und spielte als Livemusiker mit Umberto Tozzi in der Royal Albert Hall (er war auch für die Arrangements verantwortlich). 1987 ging er selbst auf Tournee und begleitete anschließend Raf, an dessen Album Cosa resterà… er ebenfalls mitgearbeitet hatte. Seine erste eigene Single erschien 1988 mit Uomini.

Im Jahr 1990 ging Masini beim Sanremo-Festival in der Newcomer-Kategorie ins Rennen und gewann mit dem Lied Disperato. Im Anschluss daran veröffentlichte er sein selbstbetiteltes Debütalbum. Schon 1991 kehrte er mit Perché lo fai nach Sanremo zurück und erreichte den dritten Platz im Wettbewerb; in den Charts gelang ihm ein Nummer-eins-Hit. Das zweite Album Malinconoia konnte ebenfalls den ersten Platz der Charts erreichen. Nach einer Tournee und einer kurzen Pause legte der Musiker 1993 das dritte Album T’innamorerai nach, das den wegen Vulgarität vielkritisierten Hit Vaffanculo enthielt. Auch das vierte Album Il cielo della vergine, das 1995 erneut die Chartspitze erreichen konnte, enthielt textlich sehr explizite Lieder wie Bella stronza und Principessa. 1996 folgte die erste Kompilation L’amore sia con te.

Zusammen mit Mario Manzani und Marco Poggioni gründete Masini das Label Ma.Ma., bei dem er 1998 sein nächstes Album Scimmie veröffentlichte. Ab hier trat der Musiker mit verändertem Look und einem rocklastigeren Stil in Erscheinung. Die Weihnachtssingle Il giorno di Natale (Il giorno più banale) 1999 stellte noch einmal eine Rückbesinnung auf seine Anfänge dar. Ohne großen Erfolg kehrte Masini 2000 mit Raccontami di te nach Sanremo zurück und veröffentlichte im Anschluss das gleichnamige Album. Schon 2001 ließ er Uscita di sicurezza folgen. Doch Masinis Karriere litt zu diesem Zeitpunkt stark unter der mangelnden aktiven Vermarktung durch BMG Ricordi sowie der überwiegend negativen Berichterstattung über ihn durch die Medien. Im April 2001 gab der Sänger deshalb bekannt, sich aus dem Geschäft zurückzuziehen.

Doch im Oktober 2003 kehrte Masini beim unabhängigen Label MBO Music mit der Kompilation Il mio cammino ins Rampenlicht zurück. 2004 nahm er mit L’uomo volante erneut am Sanremo-Festival teil und konnte den Wettbewerb gewinnen. Im Anschluss veröffentlichte er Masini!, eine Neuauflage von Il mio cammino. Aus einer ausgedehnten Europatournee ging Ende des Jahres sein erstes Livealbum hervor. Schon 2005 ging Masini mit Nel mondo dei sogni erneut in Sanremo ins Rennen. Das Lied fand Platz auf dem folgenden Album Il giardino delle api. 2006 arbeitete er mit Umberto Tozzi zusammen und brachte das Kollaboalbum Tozzi/Masini heraus, auf dem die beiden Musiker Lieder des jeweils anderen interpretierten sowie Duette sangen. Zusammen gingen sie auch auf Tournee.

Zusammen mit Beppe Dati zeichnete Masini 2007 für das Musiktheater Il brutto anatroccolo verantwortlich. Mit dem Lied L’Italia trat er schließlich beim Sanremo-Festival 2009 wieder an. Es folgte das Album L’Italia… e altre storie und 2010 das Jubiläums-Livealbum Un palco lungo… 20 anni. 2011 erschien das nächste Studioalbum Niente d’importante, 2013 die Kompilation La mia storia… piano e voce, auf der Masini seine Lieder in sehr reduzierten Arrangements für Klavier und Gesang präsentierte. 2014 unterschrieb er einen neuen Plattenvertrag mit Sony und ging 2015 mit Che giorno è zum sechsten Mal in der Hauptkategorie des Sanremo-Festivals ins Rennen. Im Anschluss erschien die 3-CD-Kompilation Cronologia.

Beim Sanremo-Festival 2017 trat Masini erneut an[1] und präsentierte das Lied Spostato di un secondo.

Diskografie

Studioalben

Jahr Titel Chartplatzierungen[2] Anmerkungen
Italien IT Schweiz CH
1990 Marco Masini 2
(36 Wo.)
300!
1991 Malinconoia 1
(35 Wo.)
300! CH:  Gold (25.000+)[3]
1993 T’innamorerai 2
(25 Wo.)
9
(16 Wo.)
1995 Il cielo della vergine 1
(27 Wo.)
9
(15 Wo.)
CH:  Gold (25.000+)[3]
1998 Scimmie 13
(2 Wo.)
300!
2000 Raccontami di te 15
(11 Wo.)
64
(6 Wo.)
2001 Uscita di sicurezza 18
(5 Wo.)
78
(4 Wo.)
2005 Il giardino delle api 8
(15 Wo.)
58
(2 Wo.)
2006 Tozzi/Masini 23
(13 Wo.)
300! (mit Umberto Tozzi)
2009 L’Italia… e altre storie 6
(11 Wo.)
300!
2011 Niente d’importante 8
(10 Wo.)
300!
2017 Spostato di un secondo 6
(… Wo.)
69
(1 Wo.)

Livealben

Jahr Titel Chartplatzierungen[2] Anmerkungen
Italien IT Schweiz CH
2004 Live 50
(10 Wo.)
300!
2010 Un palco lungo… 20 anni 24
(5 Wo.)
300!
2017 Masini in concerto 28
(… Wo.)
300!

Kompilationen (Auswahl)

Jahr Titel Chartplatzierungen[2] Anmerkungen
Italien IT Schweiz CH
1996 L’amore sia con te 9
(12 Wo.)
44
(6 Wo.)
2001 Collezione 28
(10 Wo.)
300!
2003 Il mio cammino 15
(5 Wo.)
300!
2004 Masini! 8
(25 Wo.)
59
(3 Wo.)
2004 Ti racconto di me 48
(3 Wo.)
300!
2009 Il meglio di Marco Masini 63
(7 Wo.)
300!
2013 La mia storia… piano e voce 15
(8 Wo.)
300!
2014 I miei successi 33
(3 Wo.)
300!
2015 Cronologia 8
(21 Wo.)
300!

Singles

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[4] Anmerkungen
Italien IT Schweiz CH
1990 Disperato
Marco Masini
7
(31 Wo.)
300! Siegerbeitrag zur Newcomer-Kategorie des Sanremo-Festivals 1990
1991 Perché lo fai
Malinconoia
1
(29 Wo.)
300! Beitrag zum Sanremo-Festival 1991
1993 Vaffanculo
T’innamorerai
24
(1 Wo.)
300!
2000 Il giorno di Natale (Il giorno più banale)
Raccontami di te
28
(1 Wo.)
300!
2003 Generation
Il mio cammino
43
(1 Wo.)
300!
2004 L’uomo volante
Masini!
8
(13 Wo.)
300! Siegerbeitrag zum Sanremo-Festival 2004
E ti amo
Masini!
43
(2 Wo.)
300!
2005 Nel mondo dei sogni
Il giardino delle api
8
(10 Wo.)
300! Beitrag zum Sanremo-Festival 2005
Il giardino delle api
Il giardino delle api
9
(3 Wo.)
300!
Rimani così
Il giardino delle api
22
(3 Wo.)
300!
2009 L’Italia
L’Italia… e altre storie
20
(3 Wo.)
300! Beitrag zum Sanremo-Festival 2009
2011 Niente d’importante
Niente d’importante
74
(1 Wo.)
300!
2013 Io ti volevo
La mia storia… piano e voce
66
(1 Wo.)
300!
2015 Che giorno è
Cronologia
20
(4 Wo.)
300! Beitrag zum Sanremo-Festival 2015
2017 Spostato di un secondo
Spostato di un secondo
45
(2 Wo.)
300! Beitrag zum Sanremo-Festival 2017

weitere Singles:

  • 1988 – Uomini
  • 1990 – Ci vorrebbe il mare
  • 1991 – Ti vorrei
  • 1993 – T’innamorerai
  • 1994 – La libertà
  • 1995 – Bella stronza
  • 1995 – Principessa
  • 1995 – Il cielo della vergine
  • 1996 – L’amore sia con te
  • 1998 – Scimmie
  • 1999 – Fino a tutta la vita che c’è
  • 1999 – Lungomare
  • 2000 – Raccontami di te
  • 2000 – Protagonista
  • 2000 – Ancora vita è
  • 2001 – Lasciaminonmilasciare
  • 2001 – Il bellissimo mestiere
  • 2003 – Io non ti sposerò
  • 2005 – Tutto quello che ho di te
  • 2006 – Maledetta amica mia
  • 2006 – Come si fa…? (mit Umberto Tozzi)
  • 2007 – Anima italiana (mit Umberto Tozzi)
  • 2007 – Arrivederci per lei (mit Umberto Tozzi)
  • 2009 – Com'è bella la vita
  • 2009 – Lontano dai tuoi angeli
  • 2011 – Non ti amo più
  • 2012 – Colpevole
  • 2015 – Non è vero che l’amore cambia il mondo

Weblinks

 Commons: Marco Masini – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege

  1. Elena Masuelli: Festival di Sanremo 2017, big e giovani: ecco tutti i cantanti in gara. In: LaStampa.it. 12. Dezember 2016, abgerufen am 13. Dezember 2016 (italienisch).
  2. a b c Chartquellen (Alben):
    • M&D-Chartarchiv. Musica e dischi, abgerufen am 8. November 2016 (italienisch, kostenpflichtiger Abonnement-Zugang; IT bis 1995).
    • Guido Racca & Chartitalia: Top 100 FIMI Album. Lulu, 2013, S. 134; 178 (IT 1995–2012).
    • Alben von Marco Masini. In: Italiancharts.com. Hung Medien, abgerufen am 21. März 2017 (IT ab 2000).
    • Alben von Marco Masini. In: Hitparade.ch. Hung Medien, abgerufen am 21. März 2017 (CH).
  3. a b Edelmetall für Marco Masini. In: Hitparade.ch. Hung Medien, abgerufen am 8. November 2016.
  4. Chartquellen (Singles):
    • M&D-Chartarchiv. Musica e dischi, abgerufen am 8. November 2016 (italienisch, kostenpflichtiger Abonnement-Zugang; IT bis 1997).
    • Guido Racca & Chartitalia: Top 100 FIMI Singoli. Lulu, 2013, S. 118 (IT 1997–2012).
    • Archivio classifiche Top Digital. FIMI, abgerufen am 21. März 2017 (italienisch, IT ab 2008).
Diese Seite wurde zuletzt geändert am 12.10.2017 18:15:48

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