Vassily Sinaisky

Vassily Sinaisky - © Marco Borggreve

geboren am 20.4.1947 in Abez, Nordwestrussland, Russische Föderation

Links www.intermusica.co.uk (Englisch)

Wassili Serafimowitsch Sinaiski

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vassily Sinaisky (russisch Васи́лий Серафи́мович Сина́йский; * 20. April 1947 in Abez, Republik Komi) ist ein russischer Dirigent und Pianist. Er ist seit 2020 Chefdirigent der Janáček-Philharmonie Ostrava.

Leben

Sinaisky studierte Dirigieren bei Ilja Alexandrowitsch Mussin am Sankt Petersburger Konservatorium und startete seine Karriere bei Kirill Kondrashin am Moskauer Philharmonischen Orchester. 1973 belegte er den ersten Platz beim Karajan-Wettbewerb in Berlin.

Von 1976 bis 1989 bekleidete er die Position eines Chefdirigenten beim Latvian National Symphony Orchestra und von 1991 bis 1996 beim Moskauer Philharmonischen Orchester. Dazu war er während dieser Zeit erster Gastdirigent in den Niederlanden beim Nederlands Philharmonisch Orkest. Danach setzte er seine berufliche Karriere als Musikdirektor am Staatlichen Akademischen Sinfonieorchester Russlands, dem bis dahin von Evgeny Svetlanov geleiteten früheren Staatlichen Sinfonieorchester der UdSSR, fort, eine Position, die er bis 2002 bekleidete. Dazu wirkte er von 1996 bis Januar 2012 als erster Gastdirigent am BBC Philharmonic Orchestra, mit dem er auch etliche Tonträger für Chandos einspielte, zum Beispiel mit Kompositionen von Karol Szymanowski, Rodion Shchedrin, Mily Balakirev, Nikolai Rimski-Korsakow[1] und Franz Schreker[2] sowie mit einer Serie von Filmmusik von Dmitri Shostakovich. Sinaisky trägt seither den Titel Conductor Emeritus des Orchesters.[3] Vom Januar 2007 bis zur Saison 2010–2011 war er Chefdirigent am Malmö Sinfonieorchester, mit dem er Tonträger für Naxos mit Werken von Franz Schmidt aufnahm.[4][5] Von 2009 bis 2010 wirkte er als Hausdirigent am Bolschoi-Theater, bevor er im August 2010 als Musikdirektor und Chefdirigent die Gesamtleitung des Orchesters übernahm.[6] Im Dezember 2013 trat er wegen unüberbrückbarer Meinungsverschiedenheiten mit dem Direktor des Bolschoi-Theaters, Wladimir Urin, von allen seinen Posten in Moskau mit sofortiger Wirkung zurück.[7] Seit dieser Zeit wechselte er seinen Wirkungsbereich als Gastdirigent bei den Sankt Petersburger Philharmonikern, dem Symphonie-Orchester Berlin, dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg, den Wiener Philharmonikern. dem Cleveland Orchestra und anderen.[8]

Tonträger

  • Shostakovich: Film Music Vol. 1. Chandos 10023
  • Shostakovich: Film Music Vol. 2. Chandos 10183
  • Balakirev: Symphony 1, Overture King Lear, In Bohemia. Chandos 24129
  • Liadov: Baba Yaga, Enchanted Lake, Kikimora. Chandos 9911
  • Tchaikovsky – Piano Concerto No. 1 in B-flat minor, Op. 23 / Grieg – Piano Concerto in A minor, Op. 16. Denis Kozhukhin, Vassily Sinaisky, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. PENTATONE (Label) PTC 5186566 (2016).

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Andrew Clements: Rimsky-Korsakov: Overtures to The Maid of Pskov & The Tsar's Bride; Legend; Sinfonietta; etc., BBC Philharmonic/ Sinaisky. In: The Guardian, 29. Juni 2007. Abgerufen am 6. Februar 2010. 
  2. Andrew Clements: Classical CD releases. In: The Guardian, 23. November 2001. Abgerufen am 6. Februar 2010. 
  3. conductor emeritus. BBC Philharmonic, abgerufen am 4. Januar 2017.
  4. Andrew Clements: Schmidt: Symphony No 1, etc; Malmö SO/Sinaisky. In: The Guardian, 3. April 2009. Abgerufen am 6. Februar 2010. 
  5. Andrew Clements: Schmidt: Symphony No 2; Fuga Solemnis: Malmö SO/Sinaisky. In: The Guardian, 16. Oktober 2009. Abgerufen am 6. Februar 2010. 
  6. AFP (Agence France Presse): Conductor Vassily Sinaisky named Bolshoi musical director. In: The Independent, 7. August 2010. Abgerufen am 7. März 2012. 
  7. AFP (Agence France Presse): I resigned to avoid conflict - Bolshoi chief conductor. In: The Voice of Russia, 3. Dezember 2013. Abgerufen am 8. Dezember 2013. 
  8. Latest News. Abgerufen am 4. Januar 2017.
Diese Seite wurde zuletzt geändert am 26.05.2020 22:28:41

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Wassili Serafimowitsch Sinaiski aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.