Musikdatenbank

Band

Mash

Mash

Links www.mash.ch (Deutsch)

Mash (Band)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[1]
Nid vo Bärn
  CH 18 26.08.2001 (30 Wo.)
Erschti Hilf
  CH 16 25.08.2002 (11 Wo.)
45 Minutä
  CH 13 23.01.2005 (8 Wo.)
Mash & Fründe
  CH 76 17.12.2006 (2 Wo.)
Mash
  CH 39 02.03.2014 (1 Wo.)
Singles[1]
Ewigi Liäbi
  CH 9 31.12.2006 (91 Wo.)

Mash (Eigenschreibweise: mash) war eine Schweizer Mundart-Rock-Band, die mit ihrem Hit Ewigi Liäbi bekannt wurden. Nach einem Comeback 2013 löste sich die Band Mitte 2015 erneut auf.

Geschichte

Frühe Jahre (1986–1996)

Die vier Schulkollegen Peter Müller, Stephan Annen, Bruno Schmidig und Diego Hediger gründeten 1986 die Coverband The Queers im Alter von 17 Jahren. Bald stiess auch Hansjörg Römer und zwei Backgroundsängerinnen zur Band. Ab 1988 nannten sie sich «Snap It» und erlangten mit diversen Auftritte lokale Bekanntheit. Das erste Demo-EP Best Wishes wurde 1990 im Studio «The Place» in Luzern aufgenommen und daraus das Lied Zrugg Zu Mier auf dem Innerschweizer Kompilation SZ Rock 1991 veröffentlicht. Auf dem nationalen «1.CH/Szenen-Sampler» findet sich das Lied Reklame-Boogie, welches später in «Stimorol» umbenannt wurde.

Der Name «Snap It» wurde 1993 in «mash» geändert («mash» = Anfangsbuchstaben der Nachnamen der Gründungsmitglieder) und Patrick „Padi“ Bernhard stösst als neuer Frontmann und Sänger zur Band. Zwei Jahre später wurde das erste Album Hard to Ignore veröffentlicht, welches im Studio «Da Capo» entstanden ist. Das Album enthält englische Eigenkompositionen. Das Album verkauft sich über 1000 Mal. Weitere Auftritte folgten darauf, was Cover-Band aber gleichzeitig unter Druck setzte.

Eigene Mundartlieder (1996–2000)

Im Herbst 1996 beschlossen Bruno, Diego und Hansjörg deshalb, die Band zu verlassen. Beinahe wurde die Band aufgelöst. Doch die drei verbliebenen Mitglieder Padi, Steph und Peter entschieden nicht mehr als Coverband, sondern mit eigenen Liedern in (schwyzerischem) Mundart weiterzumachen. Im Frühjahr 1997 fanden sie in Markus Bösch (Schlagzeug) und Thomas Tschan (Keyboards) den nötigen Ersatz für die ausgestiegenen Bandmitgliedern. Es entstehen eigene Mundartlieder und ein „unverkennbarer «mash»-Stil in jedem Lied“ – Lieder in Pop-Rockgewand. Im «Jester Records»-Studio in Bern entsteht die erste Mundart-Demo-EP Usschnitt und es werden 500 Exemplare der CD hergestellt, da man nicht an einen Erfolg abseits von englischen Liedern glaubte. Die CD war aber schnell vergriffen.[2]

Aufgrund der gewagten Weihnachtskarten, welche die Band für Kollegen verschickte, wurde die Band von Frank Baumann im Januar 1999 zu einem Nackt-Fernseh-Auftritt in dessen Satiresendung „Ventil“ eingeladen.

„Wir lassen uns nicht prostituieren, nur um ins Fernsehen zu kommen“

– Sänger Padi Bernhard in einem Interview mit dem Bote der Urschweiz.[3] Durch das Lied Dank sei Frank, welchen sie eigens für den Moderator schrieben, kommt es dann doch noch zum Fernsehauftritt am 6. Januar 1999.

Aufgrund viel weniger Live-Auftritte im Jahr 1999 wurde bandintern über eine Auflösung der Band diskutiert, da man sich auch dank des Fernsehauftrittes mehr Auftritte erhofft hatte. Sie brennen ihre vier neuen Lieblingslieder (unter anderem mit nidvobärn) auf eine CD, nennen diese supermash, und verschicken sie an etwa 20 Radiostationen in der Schweiz.

Der Durchbruch (2000–2003)

supermash landete im Jahre 2000 auch bei Susanne Spreiter von Radio DRS3 (SRF3), welcher ihr gefällt. So war nidvobärn auf DRS3 zu hören und das Lied stiess auf positives Echo und der Band wurden Plattenverträge angeboten. Schliesslich unterschreiben sie beim Berner Zytglogge-Verlag. Es folgt ein in Fernsehauftritt in der Quizsendung Risiko des Schweizer Fernsehens und bescherte der Band Medienpräsenz. Das darauffolgende Album nidvobärn wurde am 12. Mai 2000 im «Quai2» in Brunnen getauft und am 13. Mai schweizweit veröffentlicht.

«mash» bewarb sich bei der 2. Big Brother-Staffel (auf TV3) mit dem Titelsong Grossä Brüäder, wurde von den Verantwortlichen jedoch abgewiesen. Bis Ende 200 wurden 3000 Stück des Albums nidvobärn verkauft. Niemand ahnte zu diesem Zeitpunkt, dass dies erst der Anfang war. Der letzte Titel des Albums nidvobärn, Ewigi Liäbi, wurde mehr als ein halbes Jahr nach Erscheinen des Albums, sehr häufig in den Wunschprogrammen der Privat-Radiostationen gespielt. Die Konzertanfragen nahmen zu und im August 2000 stieg nidvobärn sogar in die Top100 der Schweizer Hitparade ein und blieb dort anschliessend ganze 30 Wochen (Top-Platzierung 18. Platz). Die Band wurde national bekannt und Tele Tell drehte sogar einen Videoclip zu Ewigi Liäbi. Bis zum Ende des Jahres sind über 21.000 Tonträger verkauft und «mash» tourten zwei Jahre lang durch die Schweiz. Total konnten sie über 40.000 Exemplare des Albums absetzen und damit Platinstatus[4] in der Schweiz erreichen. Auch wenn Ewigi Liäbi nie als eigene Single erschienen ist deshalb auch nicht in die Single-Charts einsteigen konnte, wurde das Lied landesweit bekannt als Liebeslied.

Im Jahre 2002 wechselte die Band vom Zytglogge-Verlag zu BMG Ariola (später Sony BMG) und veröffentlichte am 12. August 2002 das Nachfolgealbum mash.erschti.hilf, welches in den Charts mit 17.000 verkauften Stück auf Anhieb auf dem 16. Platz einstieg. Das Interesse der Öffentlichkeit nahm stetig zu. Nach einer erfolgreichen und ausgedehnten Konzertreihe beschlossen Padi Bernhard, Stephan Annen, Peter Müller, Markus Bösch und Thomi Tschan im Jahre 2003 für ein ganzes Jahr zu pausieren, um ein neues Album zu produzieren. Zeitgleich steigt eine Funpunk-Version von Ewigi Liäbi der Bieler Punkband QL von 0 auf Platz 6 in der Schweizer Hitparade und inspiriert die Finalistin Carmen Fenk zu ihrem finalen Song der ersten Musicstar-Staffel des Schweizer Fernsehens. Mit Ewigi Liäbi gewinnt sie 2004 dieses Final und wird allererster «Musicstar» der Schweiz. Ewigi Liäbi galt fortan als Mundart-Hit.

Letztes Album, der grösste Schweizer Lovesong und Auflösung (2005–2006)

Im Januar 2005 erscheint das dritte Album der fünf Innerschweizer namens 45minutä. Die Musiker blieben ihrem Stil treu und versuchten am Erfolg der beiden Vorgängeralben anzuknüpfen. Leider wurden die Erwartungen nicht erfüllt. Obwohl sich das Album schlechter verkaufte als seine Vorgänger, tourte die Band durch die Schweiz, bis die Tour am 17. Dezember 2005 mit dem Livekonzert «mash & fründä» im MythenForum in Schwyz endete.

Ein Jahr später erschien das vierte und letzte (Live-)Album namens mash & fründä, welches das letzte «richtige» Konzert der Band beinhaltet.

Am 16. Dezember 2006 spielte die Band dann in ihrer Ur-Formation zum letzten Mal zusammen auf einer Bühne. Dann trennte sich der Sänger und der Bassist vom Rest der Band.[5]

Ewigi Liäbi stieg Ende 2006 dank zahlreicher Downloads doch noch in die Single-Hitparade ein und blieb danach fast eineinhalb Jahre ununterbrochen in den Charts. Bis 2009 kehrte es immer wieder in die Charts zurück – insgesamt 91 Chartwochen lang.[6] 2007 wurde Ewigi Liäbi in der Kategorie «Lovesongs» der Schweizer Sendung Die grössten Schweizer Hits zum grössten Schweizer Liebeslied aller Zeiten gewählt.

Comeback (2013)

Seit 2013 ist die Band in neuer Besetzung zurück, nur Frontmann Patrick „Padi“ Bernhard ist geblieben. Im Februar 2014 veröffentlichten sie das Comeback-Album "MASH." Verschiedenste Konzerte folgen, jedoch konnte die Band nie an frühere Erfolge anknüpfen.

Die Band beschloss im Sommer 2015 die Auflösung. "Der Aufwand ist einfach zu gross im Vergleich zum Ertrag" wird Padi Bernhard dazu auf der Webseite zitiert.

Am 12. November 2015 wurde das offiziell letzte Konzert von Mash im Stadtkeller Luzern gespielt.

Quellen

  1. a b CH-Chartdiskografie
  2. [1]
  3. Bote der Urschweiz – Zeitungsarchiv.
  4. [2]
  5. Mash hat sich aufgelöst! 2008, archiviert vom Original am 6. Oktober 2008; abgerufen am 17. Januar 2014.
  6. Chartplatzierungen von Ewigi Liäbi in der Schweiz

Weblinks

Diese Seite wurde zuletzt geändert am 03.07.2018 17:58:57

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Mash (Band) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.