Musikdatenbank

Band

Gipsy Kings

Gipsy Kings

Links www.gipsykings.com (Englisch)

Gipsy Kings

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Gipsy Kings (dt. „Zigeunerkönige“) ist eine französische, spanischstämmige Flamenco-Pop-Musikgruppe.

Bandgeschichte

Die Geschichte der Gipsy Kings beginnt 1975, als sich die Söhne des Flamencosängers José Reyes – Nicolas, Paul, Canut, Patchaï und André – sowie sein Schwiegersohn Chico Bouchikhi zusammenschlossen, um ihn zu begleiten. Zunächst nannte sich die Combo José Reyes et Los Reyes und tingelte zwischen Hochzeiten, Festivals und Straßenauftritten hin und her. Auf einer Hochzeit einigten sie sich mit den drei Baliardobrüdern Diego, Paco und Tonino auf eine Zusammenarbeit. Später änderten sie ihren Bandnamen in „Gipsy Kings“. Doch der große Durchbruch blieb zuerst aus; die ersten beiden Alben zogen nur wenig Aufmerksamkeit auf sich. Zu diesem Zeitpunkt spielten die Gipsies noch ihre traditionellen, energetischen Flamencorhythmen, vorangetrieben von Toninos Gitarrenarbeit und Nicolas’ Stimme. Mit dem Produzenten Claude Martinez bereicherten sich die Gipsy Kings mit Einflüssen aus dem mittleren Osten, Lateinamerika und Nordafrika. Die Band veröffentlichte 1987 Djobi, djoba und Bamboleo auf einem Independent-Label.

Danach übertrafen die Gipsy Kings alle Erwartungen: Ende der 1980er Jahre stürmten die acht Franzosen mit Sommerhits wie den genannten Djobi, djoba und Bamboleo zunächst die Strandcafés, Bars und Freiluftdiscotheken rund ums Mittelmeer. Die von den mitteleuropäischen Touristen in ihre Heimatländer mitgebrachten Lieder starteten binnen kürzester Zeit ihren Eroberungszug in den Verkaufscharts anderer Länder. Allein in den Jahren 1989/90 erhielt die Gruppe Gold- und Platinauszeichnungen in fünfzehn Ländern. Ihr Debütalbum ging 500.000 mal über deutsche Ladentheken.

Die Gruppe setzt sich heute hauptsächlich aus fünf Brüdern der Familie Reyes und drei Brüdern der Familie Baliardo zusammen; sie sind Nachfahren von Kalé-Roma-Flüchtlingen, die während des Spanischen Bürgerkriegs nach Frankreich ausgewandert sind.

Zu Beginn bestand die Band ausschließlich aus Gitarristen, mit zunehmendem Erfolg kamen jedoch Synthesizer, E-Bass und Percussionsinstrumente hinzu. Zwischenzeitlich besann sich die Gruppe wieder ihrer Wurzeln und veröffentlichte mit Roots ein Album, auf dem erneut nur Gitarren zum Einsatz kamen.

Für ihr Album Savor Flamenco wurden die Gipsy Kings bei den Grammy Awards 2014 für das beste Weltmusikalbum des Jahres ausgezeichnet.[1]

Diskografie

Alben

Jahr Titel Chartplatzierungen[2][3] Anmerkungen
Deutschland DE Osterreich AT Schweiz CH Vereinigtes Konigreich UK Vereinigte Staaten US
1988 Gipsy Kings 58
(4 Wo.)
20
(6 Wo.)
10
(10 Wo.)
16
(29 Wo.)
57
(42 Wo.)
1989 Mosaïque 19
(100 Wo.)
21
(10 Wo.)
27
(13 Wo.)
95
(19 Wo.)
1991 Este mundo 3
(64 Wo.)
4
(29 Wo.)
1
(38 Wo.)
19
(7 Wo.)
120
(7 Wo.)
1992 Live 62
(11 Wo.)
1993 Love & Liberté 81
(9 Wo.)
20
(15 Wo.)
40
(3 Wo.)
1995 Estrellas 25
(3 Wo.)
30
(6 Wo.)
1996 Tierra gitana 143
(3 Wo.)
1997 Compas 42
(3 Wo.)
46
(2 Wo.)
97
(7 Wo.)
2001 Somos gitanos 100
(1 Wo.)
2004 Roots 166
(6 Wo.)
2006 Pasajero 89
(1 Wo.)

weitere Alben

  • 1982: Allegria
  • 1983: Luna de fuego
  • 1994: Los Reyes
  • 1998: Cantos de amor
  • 2003: Rare & Unplugged
  • 2005: Unplugged
  • 2008: Flamenco Passion (Circuit City Exclusive)
  • 2008: Live in Los Angeles
  • 2011: Back to Back
  • 2011: Sound Emotions
  • 2013: Savor flamenco (Grammy als Bestes Weltmusikalbum)

Kompilationen

Jahr Titel Chartplatzierungen[2][3] Anmerkungen
Deutschland DE Osterreich AT Schweiz CH Vereinigtes Konigreich UK Vereinigte Staaten US
1994 Greatest Hits 6
(21 Wo.)
3
(17 Wo.)
3
(17 Wo.)
11
(11 Wo.)
1995 The Best of the Gipsy Kings 105
(22 Wo.)
1996 Love Songs 77
(2 Wo.)
23
(7 Wo.)
1998 Volare! The Very Best of the Gipsy Kings 20
(10 Wo.)
32
(6 Wo.)
29
(5 Wo.)
20
(5 Wo.)
2005 The Very Best Of 32
(5 Wo.)

weitere Kompilationen

  • 1988: Djobi, djoba: The Best of the Gipsy Kings
  • 1989: Best Remixes (nur Japan)
  • 1990: 12" Remix Collection
  • 1991: Two Originals: Luna de fuego + Allegria (2 LPs)
  • 1994: Box Set
  • 1998: The Best Remixes
  • 2001: Les Indispensables de Gipsy Kings
  • 2005: Gipsy Forever
  • 2008: Original Hits
  • 2008: La bamba
  • 2011: Best Of (2 CDs)
  • 2012: The Essential Gipsy Kings
  • 2013: Original Album Classics
  • 2014: The Real… Gipsy Kings (3 CDs)

Singles

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[2][3] Anmerkungen
Deutschland DE Osterreich AT Schweiz CH Vereinigtes Konigreich UK Vereinigte Staaten US
1988 Bamboleo
Gipsy Kings
18
(12 Wo.)
12
(10 Wo.)
1989 Soy
Mosaique
25
(4 Wo.)
1991 Baila me
Este mundo
16
(20 Wo.)
10
(11 Wo.)
27
(2 Wo.)
1992 Sin ella
Este mundo
80
(4 Wo.)
1992 Pida me la
Greatest Hits
68
(8 Wo.)
22
(5 Wo.)
1993 Escucha me
Love & Liberté
61
(11 Wo.)
1994 Hits Medley
Greatest Hits
53
(2 Wo.)
1999 Get Up!
Cafe Cubar – The Greatest Sunshine Hits
23
(9 Wo.)
27
(6 Wo.)
Captain Jack feat. The Gipsy Kings

weitere Singles

  • 1982: Djobi, djoba
  • 1987: Bem bem Maria
  • 1988: Vamos a bailar
  • 1989: Volare
  • 1989: A mi manera (My Way)
  • 1990: Caminando por la calle
  • 1990: Viento del arena
  • 1990: Hotel California
  • 1991: Gipsy Fashion (EP, mit Medleys von Gipsy Kings, Los Rolin und Espírito Cigano)
  • 1992: Live Medley
  • 1993: La quiero
  • 1994: Summer Mixes – Hits Medley
  • 1995: La rumba de Nicolas
  • 1995: A ti a ti
  • 1996: Un amor
  • 1997: Solo por tí (Amiwawa)
  • 1997: Lo mal y lo bien
  • 1998: Oh éh oh éh
  • 1999: Hotel California & Hit Mix ’99
  • 2001: Magia del ritmo
  • 2004: Como siento yo – Soledad

Auszeichnungen für Musikverkäufe

Land/Region Silber Gold Platin Verkäufe Quellen
Deutschland Deutschland (BVMI) 0! 3 1 1.250.000 musikindustrie.de
Osterreich Österreich (IFPI) 0! 1 1 75.000 ifpi.at
Schweiz Schweiz (IFPI) 0! 2 2 150.000 hitparade.ch
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten (RIAA) 0! 1 2 2.500.000 riaa.com
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich (BPI) 2 4 0! 520.000 bpi.co.uk
Insgesamt 2 11 6

Weblinks

 Commons: Gipsy Kings – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Winners. grammy.com; abgerufen am 7. Februar 2015 (englisch).
  2. a b c Chartquellen: Singles Alben US1 US2
  3. a b c Gold-/Platin-Datenbanken: DE AT CH UK US
Diese Seite wurde zuletzt geändert am 04.12.2017 17:17:37

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