Andres Andrekson

Andres Andrekson

geboren am 25.7.1975 in Estland

Alias Andrekson A.
Andres Vassilis Andrekson
Stress

Links www.stressmusic.com (Deutsch)

Stress (Musiker)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Stress (* 25. Juli 1977 in Tallinn[1]; auch Billy Bear, bürgerlich Andres Andrekson) ist ein Schweizer Rapper aus Lausanne. Momentan lebt Stress in Zollikerberg[2].

Leben

Im Alter von zwölf Jahren zog Andrekson mit seiner Familie aus der Sowjetunion in die Schweiz und wurde später Schweizer Bürger. Er studierte Wirtschaft an der Universität Lausanne und arbeitete danach in der Abteilung Marketing der Firma Procter & Gamble in Genf. Von 2008 bis 2012 war er mit der Schauspielerin und Ex-Miss Schweiz Melanie Winiger verheiratet.[3][4] Zurzeit ist der Musiker mit dem Schweizer Model Ronja Furrer liiert.[5]

Im November 2010 gründete er sein Modelabel Bear Inc. bei Metro Boutique. Er ist seit Januar 2013 Jurymitglied und Coach in der Gesangs-Castingshow The Voice of Switzerland.

Musik

Werdegang

Stress war schon in Frankreich und Deutschland bekannt, bevor er in der Schweiz den Durchbruch schaffte. Er war elf Jahre lang Mitglied der erfolgreichen Hip-Hop-Gruppe Double Pact und arbeitete während dieser Zeit mit Szenegrössen wie Freundeskreis und Massive Töne zusammen. Die Band löste sich 2006 auf, die Mitglieder treten aber weiterhin gemeinsam auf.

2003 erschien Stress' erstes Soloalbum Billy Bear. Mit der zusammen mit Xavier Naidoo aufgenommenen Singleauskopplung Tu me manques gelang dem Rapper dabei der landesweite Durchbruch. Zwei Jahre später kam mit 25.07.03 die Fortsetzung zu Billy Bear in die Geschäftsläden. Es folgte das Album Renaissance, welches sofort Platin-Status erreichte.

Im Oktober 2007 veröffentlichte Stress eine neue Single mit dem Namen On n'a qu'une terre (Wir haben nur eine Erde), in der er sich mit den Themen Globale Erwärmung und Ressourcenknappheit beschäftigt. Das Lied und den Clip produzierte er im Rahmen einer Werbekampagne des Detailhandelkonzerns Coop.

Stress erhielt bei den ersten Swiss Music Awards 2008 in der Kategorie Best Song National mit On na quune terre, in der Sparte Best Album Urban National mit Renaissance und in der Sparte Best Video National mit Mais où eine Auszeichnung.

2009 wurde Stress mit dem Fischhof-Preis der Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus (GRA) ausgezeichnet. Die Jury begründete ihre Wahl damit, dass Stress mit seinem Engagement die Jugend dazu animiert, sich aktiv an der politischen und gesellschaftlichen Gestaltung unseres Landes zu beteiligen. [6][7] Die Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus veranstaltete 2009/2010 in Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen Fachstelle für Rassismusbekämpfung den Video-Contest Lève-toi! Steh auf gegen Rassismus, aus dessen Beiträge ein Musikvideo mit Stress geschnitten und mit dem Song La peur de lautre untermalt wurde.[8]

Textinhalte

Für Stress repräsentiert die Musik seine Gefühle und seine persönliche Balance. In Musikstücken stellt er auch sein eigenes Leben dar. Seine Lieder enthalten häufig klare Botschaften gegen jegliche Form von Rassismus und politischen Extremismus. Stress behandelt Themen wie Drogen, Gefühle, Sehnsüchte, Alkohol, Gefängnis, Politik und Liebe.

In dem Lied F*ck Blocher[9][10] macht er sich zusammen mit Greis und Bligg[9] über Alt-Bundesrat Christoph Blocher und seine Partei, die SVP, lustig. Seiner Meinung nach finanziert die SVP ihre Werbekampagnen mit Millionen von renommierten Schweizer Grossfirmen und manipuliert mit den provokanten Werbungen die Wähler.

Schauspiel und Filmmusik

Stress war Teilnehmer der Doku-Soap Der Match des Schweizer Fernsehens. Ausserdem spielte er verschiedene Schurkenrollen in den Filmen Redemption, Verso und Breakout und steuerte zu mehreren Filmen die Titelmusik bei.

Diskographie

Alben

Solo
  • 2003: Billy Bear
  • 2005: 25.07.03
  • 2006: Renaissance
  • 2009: Des rois, des pions et des fous
  • 2011: Renaissance II
  • 2012: Noël's Room (zusammen mit Bastian Baker, Noah Veraguth, M.A.M. und Karolyn)
  • 2013: Golden Greats
Mit der Gruppe Double Pact
  • 1995: Impact n° 3
  • 1998: Pour ma planète bleue
  • 1999: C'est comme la vie
  • 2002: Rien à perdre
  • 2006: Au revoir (Best of)
25.07.03

An seinem Album 25.07.03 arbeitete Stress eineinhalb Jahre. Zunächst stellte er seine Arbeit in einer Firma in den Vordergrund, danach widmete er sich vollständig dem Erstellen der Texte und der Aufnahmen im Studio. Das Album 25.07.03 benannte Stress nach dem Datum der Trennung von seiner Ehefrau. Sie waren nur vier Monate lang verheiratet. Titel und Cover des Albums nehmen Bezug auf Stress' Absicht, sein Werk als persönliches Tagebuch zu gestalten. Er greift darin Themen auf wie die Beziehung zu seinem Vater oder die Trennung von seiner Frau.

Nachdem die erste Auflage Goldstatus erreichte, entschied man sich, das Album in einer neuen Edition zu veröffentlichen, welche 25.07.03 Gold Edition genannt wurde.

Nach seiner Trennung von Melanie Winiger entstand im Sommer 2012 das Projekt Noël's Room, in welchem Stress zusammen mit Karolyn, M.A.M., Bastian Baker und Noah Veraguth die Trennung verarbeitete.

Singles

  • 2003: Billy Bear/Ma musique meurt
  • 2003: Tout lamour (featuring Chris Wicky)
  • 2003: Tu me manques (featuring Xavier Naidoo)
  • 2004: Si tu aimes (featuring Sens Unik & Greis)
  • 2005: Des fois
  • 2005: Ténèbres (featuring Mark Angelil)
  • 2005: Libéré
  • 2005: Game
  • 2006: Time Club (featuring Griot & Karolyn)
  • 2007: Avenues (featuring Karolyn)
  • 2007: Mais où?
  • 2007: Rester soi-même
  • 2007: On na quune terre
  • 2009: V
  • 2009: Tous les mêmes (featuring Karolyn)
  • 2009: Stahn uf! (featuring Baschi, Bligg, Seven & Ritschi)
  • 2009: Saint Profit (featuring Karolyn)
  • 2009: Si loin (featuring Karolyn)
  • 2010: C'est réel
  • 2011: Au poste (featuring Kaspar E. Glättli III)
  • 2011: Elle (featuring Noah Veraguth)
  • 2012: Starship (mit Noah Veraguth)

Filmografie

  • 2004: Redemption Früchte des Zorns
  • 2007: Breakout
  • 2009: Verso

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Schweizer Illustrierte online, VIP-Lexikon (gesichtet 8. April 2011)
  2. So wohnt Stress
  3. Melanie Winiger und Stress haben sich getrennt in: Basler Zeitung vom 13. September 2011
  4. Winiger und Stress: Jetzt sind sie offiziell geschiedene Leute. In: Glanz & Gloria vom 9. August 2012
  5. Schweizer Fernsehen (Hrsg.): Offiziell: Stress und Ronja Furrer sind ein Paar. (Zugriff am 2012-10-13)
  6. Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus (GRA) (Hrsg.): Fischhof-Preis. (Zugriff am 13. August 2010)
  7. sda: Neue Zürcher Zeitung (Hrsg.): Auszeichnung für Rapper Stress. 25. August 2009 (Zugriff am 2010-08-13)
  8. GRA (Hrsg.): Lève-toi! Der Videoclip gegen Rassismus mit Stress. 29. Oktober 2009 (Zugriff am 2010-08-13)
  9. 9,0 9,1 hitparade.ch: Stress Feat. Greis et Bligg F*ck Blocher
  10. stressmusic (Hrsg.): Discography. 25. Juli 2003 (Zugriff am 30. April 2008)
Diese Seite wurde zuletzt geändert am 07.04.2014 18:49:18

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