John Philip Sousa

John Philip Sousa

geboren am 6.11.1854 in Washington, DC, MD, USA

gestorben am 6.3.1932 in Reading, PA, USA

John Philip Sousa

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John Philip (de) Sousa (* 6. November 1854 in Washington, D.C.; 6. März 1932 in Reading, Pennsylvania) war ein US-amerikanischer Dirigent von Militärkapellen und Komponist von Marschmusik und Operetten.

Dem König der Marschmusik ist zudem das Sousaphon gewidmet, das auf seine Anregung von der Firma C. G. Conn entwickelt wurde.

Der Sohn eines Portugiesen (John Antonio de Sousa) und einer Deutschen (Maria Elisabeth Trinkaus)[1] war als junger Mann beim United States Marine Corps und leitete ab 1880 die United States Marine Band, seit 1881 die offizielle Kapelle des Präsidenten. Ab 1892 ging er mit seinem eigenen Orchester auf erfolgreiche Tourneen in den USA und Europa. Sowohl dem Aufkommen der Schallplatte als auch später des Radios stand er lange Zeit ablehnend gegenüber. John Philip de Sousa war ein Mitglied im Bund der Freimaurer, er wurde in die Hiriam Lodge Nr. 10 in Washington aufgenommen. Dort komponierte er auch für die Shriners, den Marsch Nobles of the Mystic Shrine.[2]

Werke

Fast jeder kennt die Marschmusik von John Philip Sousa, ohne dass der Name des Komponisten und Dirigenten auch nur annähernd so geläufig wäre. Seine patriotische Komposition Stars and Stripes Forever von 1897 gilt als eine Art zweite Nationalhymne der USA und diente u.a. lange Jahre in der deutschen Fernsehwerbung als Erkennungsmelodie des Reinigungsmittels Der General. Inzwischen wird der Marsch in der Werbung wieder gespielt. Ebenfalls sehr bekannt ist das Thema von The Liberty Bell, benannt nach der Freiheitsglocke in Philadelphia, das als Eröffnungsmusik für die Fernsehserie Monty Python's Flying Circus verwendet wurde.

Einige weitere seiner über 100 Werke gehören zum Standardrepertoire von Blaskapellen in aller Welt, wie Semper Fidelis und besonders The Washington Post. Dieser Marsch wurde einst im Auftrag der Zeitung Washington Post komponiert und machte sie ähnlich berühmt wie acht Jahrzehnte später die Aufdeckung der Watergate-Affäre.

Märsche

Er schrieb 136 Märsche; einige der populärsten sind:

  • Transit of Venus March (1883)
  • Semper fidelis (1888)
  • The Washington Post (1889)
  • The Thunderer (1889)
  • The Liberty Bell (1893)
  • Manhattan Beach March (1893)
  • King Cotton (1895)
  • The Stars and Stripes Forever (1896)
  • El Capitan (1896)
  • Hands Across the Sea (1899)
  • Fairest of the Fair (1908)
  • U.S. Field Artillery (1917)
  • The Gallant Seventh (1922)
  • The Black Horse Troop (1924)
  • Daughters of Texas (1929)
  • Bullets and bayonets (1919)
  • The High school cadets (1890)

Operetten

Die Operette El Capitan wurde am 20. April 1896 im Tremont-Theatre in Boston uraufgeführt.

  • The Queen of Hearts, 1885, auch bekannt als Royalty and Roguery.
  • The Smugglers, 1882.
  • Desiree, 1883.
  • El Capitan, 1896.
  • The Bride Elect, 1897, Libretto von Sousa.
  • The Charlatan, 1898, auch bekannt als The Mystical Miss, Text von Sousa.
  • Chris and the Wonderful Lamp, 1899.
  • The Free Lance, 1905.
  • The American Maid, 1909, auch bekannt als The Glass Blowers.

Sousa komponierte außerdem die Musik für sechs Operetten, die entweder unvollendet waren oder nicht produziert wurden: The Devils' Deputy, Florine, The Irish Dragoon, Katherine, The Victory, und The Wolf.

Weitere Werke

Ferner entstammen seiner Feder elf Suiten und 70 Lieder, zahlreiche instrumentale Solostücke, Schauspielmusik sowie verschiedene Werke für Militärkapelle und Orchester.

Kuriosa

Um Sousas Europa-Tournee besser zu vermarkten, verbreitete sein Agent die Angabe, Sousa wäre ein Auswanderer aus dem jeweiligen Gastspielland. Der Name Sousa rühre von der Abkürzung S. O. USA auf seinem Koffer bei der Einwanderung. Dabei stünden die ersten beiden Buchstaben für seinen Namen (in Deutschland z. B. Sigmund Ochs), dann folge die Abkürzung für das Zielland. Das Gerücht ist, obwohl falsch, bis heute weit verbreitet.

Literatur

  • Paul E. Bierley: John Philip Sousa - American Phenomenon. Warner Bros. Publications, 2001, ISBN 0-7579-0612-5.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Fränkisch-Crumbach als Musikweltdorf. Echo online, 9. September 2011, abgerufen am 21. Januar 2013
  2. Eugen Lennhoff, Oskar Posner, Dieter A. Binder: Internationales Freimaurer Lexikon. Nachdruck von 1932. Amalthea, Wien 1980, ISBN 3-85002-038-X.
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